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Waldbrandgefahr – der Sommer kommt
Geschrieben von: Sebastian Krisch   
Mittwoch, den 15. Juni 2011 um 20:09 Uhr

WaldbrandDie Jahre werden immer heißer, Regenphasen seltener und somit steigt allerorts die Waldbrandgefahr. Was für die Einen der angenehme Teil des Jahres darstellt, ist für uns Einsatzkräfte oft Kraft raubend. Anstatt den Tag mit der Familie im Garten oder im Freibad zu verbringen, steht man mit zunehmender Anzahl derartiger Einsätze in voller Montur und praller Sonne, bei Temperaturen um die 30 Grad an der Einsatzstelle. Manchmal über Stunden.

 

Heute gab es wieder einen Waldbrand auf der Halde Hoppenbruch. Der Dritte innerhalb der letzten 4 Wochen. Deshalb möchten wir Ihnen einige Tipps geben, mit diesen sich diese Gefahren minimieren lassen.

 

 

Nicht nur, dass es unsere Umwelt schädigt, viel mehr werden durch solche Brände der Lebensraum vieler einheimischer Tiere zerstört. Man mag sich gar kein Waldbrand größeren Ausmaßes vorstellen, bei denen Personen in solchen Gebieten eingeschlossen werden könnten.

 

Bei längeren Trockenphasen, bei denen es nicht regnet steigt die Gefahr von Tag zu Tag, dass sich altes Laub und Geäst allein durch Sonneneinstrahlung entzündet. Wird der Brand dann erst spät bemerkt, hat dieses größere Schäden für Mensch, Tier und Umwelt zu Folge. Die Gefahr besteht allerdings darin, dass je später der Brand entdeckt wird, desto schwieriger wird es für die Einsatzkräfte diesen zu bekämpfen.

 

Aber gerade wir als Spaziergänger, die doch eigentlich diese Idylle lieben und deshalb diese Gegenden besuchen, können diese Gefahren minimieren, indem wir uns an ein paar einfache Regeln halten.

 

Nur 4% der Waldbrände sind einer Studie zu Folge auf natürliche Ursachen zurück zu führen. (WWF-Waldbrandstudie 2009, Seite 4)

 

Nicht selten ist der Mensch, wegen unachtsam weggeworfener Streichhölzer oder Zigarettenkippen, wegen unerlaubter Lagerfeuer oder auch weggeworfener Glasflaschen, für solche Brände verantwortlich. Manchmal ist auch vorsätzliche Brandstiftung die Ursache.

 

Wenige wissen, dass ein gesetzliches Rauchverbot in Wäldern während der Zeit vom 1. März bis zum 31. Oktober existiert. Nachzulesen auf den Seiten des Ministeriums für Umweltschutz des Landes NRW.

 

Auch eine unachtsam weggeworfene Glasflasche kann das Sonnenlicht bündeln und einen Brand entfachen.

 

Deswegen appellieren wir an jeden, halten Sie sich in der Trockenzeit an das Rauchverbot, nehmen Sie Ihren Müll mit oder hinterlassen Sie diesen in den aufgestellten Mülleimern.

 

Denn so verringern wir das Risiko, dass unsere Erholungsgebiete für Mensch und Tier zerstört werden, wir alle den Sommer und unsere Wälder in vollen Zügen genießen können und die Einsatzkräfte nicht unnötiger Gefahr ausgesetzt werden.