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Sicherheitshinweise zu Bioethanol

Sicherheitstipps zur Handhabung von Bioethanolbetriebenen Kaminen

 

Hier einige Sicherheitshinweise, die Sie bei Betreiben eines Kamins mit Bioethanol berücksichtigen sollten.

 

 

 

Erwerb, Montage und Aufbau

  • Prüfen Sie bei der Montage, dass genügend Abstand zwischen Kamin und anderen Möbelstücken, Blumen oder Gardinen besteht. Mindestens 0,5m.
  • Haben Sie Kleinkinder oder Tiere im Haus, für die die Flamme erreichbar sein könnte?
  • Ist ein Rauchmelder installiert?
  • Hat der Hersteller sich bei der Konstruktion des Kamins an die DIN 4734 (Norm über die Sicherheit von Bioethanol-Kamine) gehalten. Liegt ein TÜV-Gutachten dem Kamin bei?

Handhabung

 

  • Befüllen Sie die Brennwanne nur, wenn Sie sicher abgekühlt ist. (Raumtemperatur)
  • Keinesfalls nachfüllen, wenn der Kamin noch brennt.
  • Die Brennwanne nie voller als zulässig befüllen. Meistens ist ein Füllmarkierung vorhanden.
  • Lassen Sie den Kamin nie unbeaufsichtigt abbrennen, verlassen Sie nicht die Wohnung oder gehen vorher zu Bett.
  • Verwenden Sie ausschließlich ein Stabfeuerzeug zum anzünden, um Verbrennungen zu vermeiden.
  • Zünden Sie das Ethanol zügig nach dem Befüllen an. Wartezeiten können unter Umständen ein Ausgasen zur Folge haben (Verpuffungsgefahr).
  • Die Nachfüllflaschen nie in unmittelbarer Umgebung aufbewahren.
  • Auf dem Kamin nichts ablegen. (Feuerzeug oder Zeitschriften)
  • Es ist von Vorteil eine Löschdecke oder ein Feuerlöscher vorzuhalten, falls sich daneben gelaufenes Ethanol entzündet hat. Rufen Sie in jedem Fall die Notrufnummer 112 an.
  • Ausgelaufenen Brennstoff umgehend mit Sand einstreuen, aufnehmen und außerhalb entsorgen.
  • Lüften Sie regelmäßig Ihre Wohnung. In einer Stunde gibt der Kamin soviel CO²(Kohlendioxid) ab, wie 15 Menschen ausatmen.
  • Verwenden Sie keinen E85 Bioethanol von der Tankstelle (enthält 85 Vol% Ethanol und 15% Ottokraftstoff, dieser ist krebserregend!)



Sicherheitshinweise Bioethanol

nach Eg-Verordnung 1907/2006 Art. 31

 

 

Mögliche Gefahren

 

  • R11: F - Leichtentzündlich

Verursacht bei Kontakt mit der Haut oder Verschlucken

  • Übelkeit
  • Erbrechen
  • Rauschzustände nach Inhalation oder Verschlucken
  • vorübergehende Hornhautschädigungen nach Augenkontakt

S-Sätze

 

S2 Darf nicht in die Hände von Kindern gelangen

S9 Behälter an einem gut belüftenten Ort aufbewahren

S16 Von Zünquellen fernhalten

S33 Maßnahmen gegen elektrische Aufladung treffen

S51 Nur in gut gelüfteten Bereichen verwenden


 

Erste-Hilfe Maßnahmen


  • Ziehen Sie beschmutze oder getränkte Kleidung umgehend aus
  • beim Einatmen: Person Frischluft zuführen, warm und ruhig halten, bei Atembeschwerden Sauerstoff zuführen, bei Atemstillstand oder Anzeichen dafür künstlich beatmen, in ärztliche Behandlung begeben.
  • bei Hautkontakt: Haut mit Wasser und Seife gründlich waschen, danach fetten. Bei Blasenbildung und anhaltender Hautreizung Arzt konsultieren.
  • bei Augenkontakt: Augen sofort bei geöffnetem Liedspalt mit Wasser spülen, Arzt konsultieren.
  • bei Verschlucken: Mund mit Wasser ausspülen, kein Erbrechen hervorrufen, sofort Arzt konsultieren.

Weitere Hinweise:

  • tragen Sie bei Umgang immer Schutzhandschuhe
  • von Zündquellen fernhalten
  • für gute Raumlüftung sorgen
  • nicht zusammen mit anderen Gefahrstoffen lagern, Gebinde nicht größer als 5 Liter
  • nicht in die Kanalisation gelangen lassen, Restmengen beim örtlichen Entsorger abgeben

weitere Stoffeigenschaften:

  • Siedebereich: 78 Grad Celsius
  • Flammpunkt: 14 Grad Celsius
  • Zündtemperatur: 425 Grad Celsius
  • untere Explosionsgrenze (UEG): 3,5 Vol%
  • obere Explosionsgrenze (OEG): 15,0 Vol%
  • geeignete Löschmittel: CO², Wassersprühstrahl, Trockenlöschmittel, Sprühnebel (Wasser), Alkoholbeständiger Schaum. (Kein Wasservollstrahl!)
  • geeignete Aufsaugmittel: Sand, Erde, Kieselgur, Vermiculite