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Altes Gerätehaus
Geschrieben von: Sebastian Krisch   
Mittwoch, den 14. Dezember 2011 um 20:11 Uhr

1939 Baubeginn - 1950 vollendet - 2010 abgerissen

Altes Gerätehaus in den 50 JahrenNach genau 60 Jahren Geschichte wurde unser altes Gerätehaus im Jahre 2010 abgerissen und durch einen Neubau ersetzt.

 

1935 lagen die ersten konkreten Pläne über den Bau eines neuen Feuerwehrgerätehauses vor, das an der Straße Rurkamp (später Martinstraße, heute „An der Feuerwache“) stehen sollte.

 

Die reinen Baukosten wurden damals auf rund 27.000 Mark beziffert. Die Provinzialversicherung in Münster bewilligte ein Darlehen in Höhe von 10.000 Mark, rückzahlbar in fünf Jahresraten. Dr. Müller, damaliger Provinzialwehrführer in Westfalen, besichtigte in Hinblick auf den geplanten Neubau am 12. März 1935 die Gerätehäuser in Herten.


Baubeginn war schließlich 1939. Durch die Folgen des 2. Weltkrieges erfolgte die Vollendung des bis vor kurzem noch genutzten Gerätehauses erst am 22. Juni 1950. Die hauptamtlichen Kräfte zogen von ihrer Baracke an den Stadtwerken auch in das neue Haus. Erst 1989, als die Feuer- und Rettungswache im Neubau nebenan ihrer Funktion übergeben wurde, war es wieder ausschließlich ein Gerätehaus für den ehrenamtlichen Löschzug. Rund 60 Jahre lang war das Gerätehaus unser Zuhause. Mehrere Familien von Feuerwehrleuten bewohnten die oberen Geschosse. Sie verstärkten jahrzehntelang als 2. Alarm die hauptamtlichen Kräfte.

Im Sommer 2009 beschloss der Rat der Stadt Herten den Abriß des alten Gerätehauses und den Neubau an selbiger Stelle. Die Sanierung des Gebäudes hätte nach Schätzungen des ZBH (Zentraler Betriebshof Herten) rund 1,5 Millionen Euro gekostet. Doch feuchte Wände, ein marodes Dach, sowie eine nur noch dürftig funktionierende Heizungsanlage machte diesen Schritt unumgänglich.

 

Nicht behoben wäre dann aber die der Stadt zufolge „äußerst kritische Hallensituation”. Für die heutigen Fahrzeuge der Feuerwehr seien die Tore zu niedrig und zu schmal. Das Ein- und Ausparken war nur mit eingeklappten Außenspiegeln möglich. „Diese Situation führt ... zu einem erheblichen Unfallrisiko.”

 

Durch das Kojunkturpaket II der Bundesregierung, soll dieses Projekt finanziert werden. Dazu steht ein Budget von rund 2 Millionen Euro zur Verfügung.

 

Am 28.01.2010 wurde der Neubau durch den Architekten Dörnenkämper und Vertretern der Stadt unserem Löschzug vorgestellt.


"Neben einer Fahrzeughalle mit 5 Einstellplätzen und Sektionaltoren, wird es auch eine Schwarz/Weiß Umkleide geben, um den heutigen Anforderungen gerecht zu werden. Neben einem Schulungssaal, sollen Büros für die Jugendfeuerwehr und die Löschzugführung entstehen. Auch die Hauptwache wird einige Räume des neuen Gerätehauses nutzen.", wurde uns vorraus gesagt. Es wurde mit einer Bauzeit von ca. 12 Monaten gerechnet.

Abriss des alten Gerätehauses 30.März Am 28.02.2010 schloss der Löschzug endgültig die Türen hinter sich ab und konnte seinen Dienst bis zur endgültigen Fertigstellung im August 2011 vorrübergehend von der Hauptwache aus versehen.

 

Alle waren froh Gast der Hauptwache sein zu dürfen. Es bestand nämlich die Alternative, die Löschfahrzeuge über das gesamte Stadtgebiet zu verteilen. Dieses hätte sicherlich zur Folge gehabt, dass die Hilfsfristen schlecht einzuhalten gewesen wären. Ausserdem stand die Idee im Raum die alten Lagerhallen an der Hospitalstrasse anzumieten, die vormals schon einmal für die Feuerwehr und den Katastrophenschutz genutzt wurden.

 

Die Abrissarbeiten waren dann Anfang Mai 2010 beendet. Der Baugeginn des Neubaus erfolgte zeitnah.

 

Anfang August erfolgte der Einzug. Unser komplettes Inventar, welches in nahegelegenden Bunker zwischgelagert war, fand den Weg in die Räume des neuen Gerätehauses.

 

Am 23. September 2011 wurde dann das neue Gerätehaus durch unseren Bürgermeister Dr. Uli Paetzel an den Löschzug übergeben. Genau rechtzeitig, denn einen Tag später präsentierten wir den Mitbürgern unser neues Heim im Rahmen unseres 1. Oktoberfestes.

Zuletzt aktualisiert am Donnerstag, den 05. April 2012 um 15:27 Uhr