(c) Richard Dewitz: Eine Ampel am Resser Weg war zu schwach für den Sturm.

Am 18. Januar 2018 riefen die Funkmelder gegen 10:55 Uhr den Löschzug zum Einsatz. Obwohl viele mit einem Unwettereinsatz rechneten, war der erste Einsatz des Tages eine aufgelaufene Brandmeldeanlage im Gertrudishospital in Westerholt. Neben dem örtlich zuständigen Löschzug Westerholt wurde auch unser Löschzug alarmiert. Die Berufsfeuerwehr war bereits zu einem Sturmeinsatz ausgerückt.

Zum Glück brannte es nicht, dennoch war die Suche nach dem Rauchmelder, der den Alarm ausgelöst hatte recht aufwändig.

Währenddessen frischte der Wind immer mehr auf. Erste Dachpfannen von einem Gebäude des Hospitals gegen neben einem PKW zu Boden. Die Liegendanfahrt wurde von einem großen querliegenden Baum versperrt. Noch während der Suche nach dem Melder wurden auch der Löschzug Scherlebeck und die dienstfreien Kräfte der Berufsfeuerwehr alarmiert.

Nachdem die Situation im Krankenhaus geklärt, wurden wir wieder ins Feuerwehrhaus geschickt. Die Sturmeinsätze wurden nicht  mehr von der Kreisleitstelle bearbeitet, sondern durch eine kleine Leitstelle in der Wache der Berufsfeuerwehr. Von dort wurden die Löschzüge in ihren Löschgebieten zum Einsatz geschickt. Die Berufsfeuerwehr blieb als Grundschutz an der Wache.

Unser Löschzug bearbeitete an diesem Tag insgesamt achtzehn Einsatzstellen.

Gegen 18:00 Uhr wurde die Einsatzbereitschaft wieder aufgehoben. Nach dem Reinigen der Geräte und Auffüllen der Vorräte war dann dieser Einsatz um 18:30 Uhr zu Ende.

Im Gegensatz zu alltäglichen Einsätzen werden solche Unwetterlagen von einzelnen Löschfahrzeugen selbstständig abgearbeitet. Sie lösen das Problem eigenständig oder alarmieren weitere Kräfte oder Fahrzeuge nach.